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Congo Português
República Federativa de  Cabinda
(Repubilika ya Kabinda)
(1. August 1975 bis zum 4. Januar 1976)



dann

República de Angola


In den Jahren 1853 und 1854 empfingen portugiesische Emissäre bei drei Gelegenheiten cabindische Prinzen und Notabeln. Beim dritten Male wurden sie als Botschafter ihres Landes mit 21 Salutschüssen begrüßt. Die Luso-Cabindischen Verträge wurden zwischen den Portugiesen und Cabinda am 29. September 1883 in Chinfuma und am 26. November 1884 in Chicamba abgeschlossen. Mit dem Vertrag von Simulambuco vom 1. Februar 1885 wurde das Gebiet das portugiesische Protektorat von Kakongo, Luango und Ngoio bzw. die Territorien nördlich des Kongo erweitert. Gemäß diesem Vertrag baten damals die einheimischen Herrscher Portugal um seinen Schutz. So wurde mit dem luso-cabindischen Vertrag und bei der Kongokonferenz 1885 in Berlin die Dreiteilung des Kongos  von den anderen Kolonialmächten bestätigt. Auf diese Weise kam die portugiesische Handelsstation zu ihrem Hinterland und wurde zu einem staatlichen Gebiet. Die beiden Kolonialmächte Frankreich und Portugal legten den genauen Grenzverlauf zwischen ihrem Besitz in einem Vertrag vom 15. Mai 1886 fest. Nachdem Portugal Mitte der 1920er Jahre die Grenzen Angolas endgültig ausgehandelt und das Territorium effektiv besetzt hatte, begann es, Cabinda als einen Teil dieser Kolonie zu behandeln. Nachdem im Grundgesetz von 1933 noch klar zwischen der Kolonie Angola und dem Protektorat Cabinda unterschieden wurde, übertrug es 1956 die Verwaltung des Protektorats dem Generalgouverneur Angolas. Die Unterscheidung der beiden unterschiedlichen Status (Plural mit langem u) blieb de jure bestehen und kam in der portugiesischen Verfassung von 1971 noch einmal zum Ausdruck. Als Angola 1951 der Status einer "Província Ultramarina" Portugals und 1972 der des "Estado de Angola" innerhalb des portugiesischen Imperiums zugesprochen wurde, wurde Cabinda als normaler Distrikt Angolas behandelt.








Die Eingliederung Cabindas in das unabhängige Angola erfolgte ohne jegliche Volksabstimmung oder Befragung der dortigen Bevölkerung. Im Alvor-Abkommen (Januar 1975) verhandelte Portugal die Entlassung seiner Kolonien in die Unabhängigkeit. Am Alvor-Übereinkommen nahmen ausschließlich Portugal und die drei angolanischen Befreiungsbewegungen (MPLA, FNLA und UNITA) teil. Die Vertreter Cabindas (FLEC) wurden zu diesen Gesprächen nicht eingeladen und völlig übergangen. In dem Abkommen wurde Cabinda von den Vertragspartnern einseitig als "integraler und unveräußerlicher Bestandteil" Angolas definiert. Portugal gab damit seine völkerrechtliche Schutzherrschaft, die auf dem Vertrag von Simulambuco von 1885 beruhte auf, ohne die Bevölkerung von Cabinda über ihre Zukunft entscheiden zu lassen. Als Portugal 1974 nach der Nelkenrevolution die Entkolonisierung Angolas einleitete, ergab sich daraus 1974/75 ein bewaffneter Konflikt zwischen den nationalistischen Befreiungsbewegungen FNLA, MPLA und UNITA ("União Nacional para a Libertação Total de Angola"). Die FLEC spielte in diesem Zusammenhang nur eine sehr geringe Rolle. Da es kein Selbstbestimmungsrecht oder Referendum gab, rief die FLEC am 1. August 1975 einseitig die República Federativa de Cabinda aus. Im Verlaufe des Konflikts besetzte die MPLA Cabinda, um sich den Zugang zu den Erdölvorkommen zu sichern. Als im November 1975, während der bewaffnete Konflikt noch andauerte, von der MPLA (in Luanda ) und von FNLA und UNITA (in Huambo ) die Unabhängigkeit Angolas ausgerufen wurde, stellte keine der verfeindeten Bewegungen infrage, dass Cabinda Teil Angolas war und bleiben sollte. Als de-facto-Staat bestand die Republik nur sehr kurz vom 1. August 1975 bis zum 4. Januar 1976, als Truppen der Volksrepublik Angola, unterstützt durch das "Movimento Popular de Libertação de Angola" (MPLA) und kubanische Einheiten die Kontrolle über Cabinda übernahmen. Es gab auch Versuche der konkurrierenden "Frente Nacional de Libertação de Angola"( FNL) von Zaire aus sporadisch ebenfalls in Cabinda Präsenz zu zeigen. 1974 wurde Cabinda von der Organisation für Afrikanische Einheit (OAU) als 39. Staat Afrikas und als zu dekolonialisieren bezeichnet. Dies hatte allerdings keine praktischen Folgen, ebenso wenig wie der Umstand, dass die ausgerufene "Republik Cabinda" Mitglied der Unrepresented Nations and Peoples Organization (UNPO) wurde. Während des Bürgerkriegs bis 2002 formierte sich die FLEC neu, allerdings mit verschiedenen konkurrierenden Flügeln. Zu diesen gehörte auch ein militärischer Arm, die "Forças Armadas de Cabinda“ (FAC), die eine Zeitlang gelegentliche Guerillaoperationen gegen den, nun von der MPLA beherrschten angolanischen Staat durchführten. Daneben gab es vor allem seit den 1990er Jahren eine gewisse politische Mobilisierung, die auch zivilgesellschaftliche und kirchliche Unterstützung fand, auf die die MPLA jedoch mit konsequenter Repression reagierte. Insgesamt gingen die Aktivitäten der FLEC in den 2000er Jahren stark zurück.

Am 8. Januar 2010 verübte sie jedoch einen blutigen Überfall auf die togolische Fußballnationalmannschaft  als diese auf dem Weg zur Fußball-Afrikameisterschaft 2010 in Angola war. Dabei tötete sie drei Delegierte und verletzte weitere Spieler und Betreuer. Die togolesische Fußballnationalmannschaft nahm daraufhin nicht an der Afrikameisterschaft teil. Im Verlaufe der sofort eingeleiteten Verfolgung gelang es dem angolanischen Militär, den Stabschef der FLEC/FAC im Februar 2011 festzunehmen. Dies dürfte das Ende des bewaffneten Widerstands seitens der FLEC bedeuten. Ende März 2011 wurde hingegen aus Kreisen der katholischen Kirche in Cabinda die Forderung wiederholt, in Cabinda eine Volksbefragung darüber abzuhalten, ob man Teil Angolas bleiben oder getrennt unabhängig werden wolle. Kurz danach ernannte jedoch der Vatikan für Cabinda einen Bischof, der nicht von dort stammte, und enthob drei cabindische Geistliche ihres Priesteramts, die sich für die Unabhängigkeit der Exklave eingesetzt hatten. Inzwischen hat das angolanische Regierung gewisse „Beruhigungsmaßnahmen“ ergriffen. So erhält die Provinz Cabinda nunmehr einen etwas erhöhten Anteil aus den Erdöleinkünften und in der Stadt Cabinda wurde eine autonome staatliche Universität („Universidade 11 de Novembro“) errichtet. Die FLEC betreibt eine Regierung im Exil in Paris und Pointe-Noir und beansprucht die Unabhängigkeit bis heute, weshalb es im Untergrund und durch Exilorganisationen zeitweise (1999) erneute symbolische Ausrufungshandlungen gab. Die Region ist durch den Konflikt um die politische Kontrolle und insbesondere um die dortigen, für Angola lebenswichtigen Ölreserven geprägt.
Hin- und Rückflug habe ich bei der TAAG (Linhas Aéreas de Angola E.P.) gebucht.
   

Angola-Luanda
Luanda - Grabmal Agostinho Neto
Luanda - Sklavenmuseum
Luanda Nationalmuseum



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